Terracotta – Der Stoff aus den 4 Elementen – Erde, Wasser, Feuer, Luft
Kupfer – Das 5. Element
Die erlesenen Objekte und Skulpturen von punto.cotto werden dank eines kunsthandwerklichen Verfahrens aus dem 19. Jahrhundert, der sogenannten „Galvanoplastik“ verkupfert, d. h. mit einer dünnen Kupferschicht auf galvanischem Wege „überzogen“. Dieses Verfahren ermöglicht es, nichtmetallische Gegenstände nach entsprechender Vorbehandlung mit einer Kupferhaut zu überziehen. Diese Kupferhaut kann dann oxidiert und patiniert werden und verleiht dem Objekt die edle Escheinung einer vollen Kupfer- bzw. Bronzeskulptur. Dabei geht jedoch der für das Terracotta- Material typische „Bildhauerstrich“ nicht verloren, sondern kann durch gezielte Politur noch deutlicher herausgearbeitet bzw. verstärkt werden. Die von rot-braun glänzend bis matt schwarz-grünlich changierenden Farbtöne erzeugen ein sehr lebendiges Erscheinungsbild des Objektes, betonen seine Individualität und krönen den künstlerischen Wert der Bildhauerarbeit.
Das kunsthandwerkliche Verfahren
Die kunsthandwerkliche Werkstätte Philipp Basche arbeitet seit 1897 mit diesem Verfahren und verkupfert als Sonderanfertigung exklusiv für punto.cotto die exklusivsten Skulpturen und Objekte aus der punto.cotto-Kollektion. Die ausgewählten Objekte werden dazu in heissem Bienenwachs gekocht damit die Terracotta-Oberfläche die „Leitschicht“ wird der nichtmetallische Untergrund elektrisch „leitfähig“ gemacht, was für das galvanischen Verfahren unumgänglich ist. Sodann wird das Objekt in ein galvanisches Kupferbad eingehängt. Grundlage des galvanischen Verfahrens ist die Ionenwanderung. Von grossen Kupferplatten, den Anoden wandern die Kupferionen durch den Elektrolyt, eine säurehaltige Flüssigkeit, mittels Gleichstrom, zur Kathode – dem zu verkupfernden Objekt. Dieses Verfahren geht auf die Entwicklungen des Forschers Hermann von Jacobi für den Zaren Nikolaus Anfang des 19. Jahrhunderts zurück und hat bis heute grosse Bedeutung für die bildende Kunst. Sobald das Objekt vollständig mit Kupfer ummantelt ist, wird es aus dem Kupferbad entnommen und mit Schleif- und Ziselierwerkzeugen nachgearbeitet. Nun folgt die Oxidierung und Patinierung sowie die abschliessende Politur mit Bienenwachs, bei der die vom Bildhauer gewünschten farblichen Akzente gesetzt werden können, die die unvergängliche Schönheit des Objektes unterstreichen.
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